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Am 7. Januar 2026 wird ein besonderer Teufner 20 Jahre alt: Pumukel. Gemeint ist aber nicht Meister Eders frecher Kobold aus der Popkultur. Sondern der Secondhand-Laden an der Alten Speicherstrasse 7. Silvia Mayer hat den Laden gegründet. Heute führt sie ihn gemeinsam mit Nicole Inauen und Elsi Heierli.
Die TP-Redaktorin gesteht gleich zu Beginn des Pumukel-Besuchs, dass sie noch nie im Kinderkleider-Laden war. Grund dafür war die Frage von Gründerin und Mitinhaberin Silvia Mayer: «Warst du schonmal hier?» Dass sich ein Besuch nur für jene lohnt, die Kinder haben, stellt sich aber als Irrtum heraus. Denn gleich links neben dem Eingang ist die «Erwachsenen-Ecke». «Die haben wir nun schon seit etwa zwei Jahren.» Das sagt Nicole Inauen, ebenfalls Mitinhaberin. Und: «So langsam hat sich die Abteilung für Erwachsene etabliert.» Die drei Frauen – die Dritte im Bund ist Elsi Heierli – freuen sich über erwachsene Kundschaft, die «extra für sich einkaufen kommt».
Längst etabliert hat sich der Verkauf von bereits getragener Kinderkleidung. «Vor zwanzig Jahren hatte ich noch selbst kleine Kinder und fand, dass so ein Secondhand-Laden einfach praktisch und sinnvoll ist», sagt Silvia Mayer. Also hat sie einen gegründet. Das Konzept funktioniere nach wie vor gut. Kundinnen und Kunden bringen nicht mehr gebrauchte Kleider und Schuhe in den «Pumukel». Das Team schaut sich die Kleidung an, sortiert etwas aus und verkauft dann weiter, was intakt und schön ist. «Und wir achten auch auf eine gewisse Qualität.» Das liegt einerseits an der Haltung der Betreiberinnen: Ihnen ist es wichtig, qualitative Ware weiterzuverkaufen. Aber auch an der blossen Menge an «Aussortiertem». «Wir haben nur eine gewisse Fläche und wollen nicht alles so vollstopfen, dass wir nicht mehr aus dem Fenster sehen.» Sie lachen.
Die ehemaligen Besitzer bekommen die Hälfte des Verkaufspreises. Um die Übersicht zu behalten, haben sie eine eigens auf den «Pumukel» zugeschnittene Software. «Unser Kundenstamm umfasst etwa 1400 Personen», sagt Nicole Inauen. Wer Kleidung bringt, bekommt eine Nummer. Diese wird dann im System hinterlegt und am Kleidungsstück angebracht. Bei einem Verkauf wird das Stück gescannt und die Hälfte des Betrags automatisch dem Kunden gutgeschrieben. «Bis zu dieser Umstellung berechneten wir das alles von Hand. Ende Monat machten wir dann jeweils eine Abrechnung und füllten hunderte Couverts mit dem richtigen Betrag. Diese mussten wir dann an die Kundschaft verteilen.» Silvia Mayer schmunzelt bei der Erinnerung. Da hätten sie jeweils «Fünferli» rumbeigen müssen. Sie sind sich einig: Bei dem grossen Kundenstamm und dem teilweise schnellen Warenumschlag bringt die Technologie viele Vorteile.
Das Gleiche gilt für ihren Online-Verkauf. Diesen gibt es seit der Corona-Pandemie. «Wir picken ein paar gute Stücke raus und stellen sie online.» Mit einem Klick können Skianzüge oder Wanderschuhe reserviert bzw. bestellt werden. Wer in den Genuss des ganzen Sortiments kommen möchte, muss aber nach Teufen fahren. «Unser Einzugsgebiet ist ziemlich gross. Innerrhoden ist gut vertreten, das Rheintal, natürlich unser ganzer Kanton, aber auch St. Gallen bis Weinfelden», zählt Nicole Inauen auf. Über die Jahre ist das Sortiment laufend gewachsen. Im «Pumukel» gibt es auch Neues zu kaufen: Kleidung, Spielsachen oder Waschmittel. «Wir wollen einfach ein stimmiges und gutes Sortiment», sagt Silvia Mayer. Dafür wählt das Team sorgfältig und liebevoll aus, was es ins Regal und an die Stange schafft. Zweimal pro Jahr gibt es einen grossen Ausverkauf. «Da ‘räblet’ es dann richtig und anschliessend haben wir wieder Platz im Laden.»
In die Zukunft blicken die Pumukel-Frauen offen. «Solange wir und die Kundschaft Freude haben, betreiben wir den Laden weiterhin», sagt Silvia Mayer. «Einen Plan oder eine Frist gibt es auf jeden Fall nicht.» Am 7. Januar wird jetzt erstmal auf den «Runden» angestossen.
Bericht in dere Tüüfner Post....
